Fachwerkhaus
Die Fachwerkbauweise wurde bereits im Hochmittelalter angewandt. Sie dauerte an bis ins 19. Jahrhundert und war die vorherrschende Bauweise in Mitteleuropa von nördlich der Alpen bis nach England. Viele Fachwerkhäuser sind heute noch sehr gut erhalten. Viele wurden in den letzten Jahren restauriert und in ihren Originalzustand zurückversetzt. Zur Hilfe nahm man dabei alte Fotos, aber auch Beschreibungen.
Ein Fachwerkhaus hat dabei ein aus Holz bestehendes tragendes Gerüst. Die Zwischenräume bestehen meist aus einem Holz-Lehm-Verbund. Grob unterscheidet man bei der Fachwerkbauweise zwischen der mittel- und der oberdeutschen Firstsäulenbauweise, sowie dem niederdeutschen Zwei- oder Vierständerbau. Fachwerkhäuser sind in vielen Städten die Attraktion schlechthin. Es gibt auch eine Deutsche Fachwerkstraße. Die zieht sich durch fast ganz Westdeutschland. Und zwar von der Elbe bis zum Weserbergland, von der Elbtalaue bis zum Harz, bis zum Thüringer Wald, sowie vom Reinhardswald bis zum Waldecker Land und vom Weserbergland zum Vogelsberg.
Insbesondere in Hessen gibt es zahlreiche Städtchen, die sehr viele Fachwerkhäuser vorweisen können, so zum Beispiel insbesondere Städte vom Rhein und Main bis zum Odenwald. Aber auch vom Lahntal zum Rheingau sind schöne Fachwerkhäuser zu bewundern, wie auch vom Necker bis in den Schwarzwald und am Bodensee. Zu betrachten gibt es dabei alle drei Stilformen, die in Deutschland vorherrschten. Die Zuordnung zu den einzelnen Stilgruppen kann man insbesondere an den Schmuckformen an den Häusern erkennen.
